Über unsere Mühle - Mühlenverein

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Über unsere Mühle

Geschichte
Diese Aufnahme entstand um 1950, als man noch mit Pferd und Wagen unterwegs war. Zu dieser Zeit endete der kommerzielle Mahlbetrieb auf unserer Mühle. Viel ist seitdem passiert.

Die Bilder auf den folgenden Seiten geben Zeugnis davon. Von 1950 bis 1990 stand die Mühle still und auch die Außenanlagen wurden nicht mehr instand gehalten.
Insgesamt lassen sich über die Jahre verteilt für das Gebiet des ehemaligen Landkreises Neustadt am Rübenberge 85 Mühlen nachweisen. Davon waren 45 Windmühlen, 29 Wassermühlen und 11 Motormühlen. Anfang des letzten Jahrhunderts setzte dann das Mühlensterben auch im Neustädter Land ein.

Im Zuge der Regulierung der Alpe im Jahre 1960 wurde sie begradigt und tiefer gelegt. Außenanlagen der Mühle wie der Fachbaum, die Wehranlage und Gerinne wurden abgetragen bzw. mit Beton verfüllt. Auch der Flusslauf unterhalb der Mühle wurde umgelegt. Ging er einst im Mäander durch die Laderholzer Feldmark, so knickt er jetzt unmittelbar hinter der Mühle nach rechts ab.

Diese gesamte Maßnahme erhöhte die Fließgeschwindigkeit des Wassers, wodurch der Fluss mehr Sand mit sich führte, so dass die Teichfläche in kürzester Zeit verlandete. Mit der Zeit nahm auch der Baumbewuchs zu.

1990 war die Zeit für einen Wiederbeginn gekommen.

Die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) besichtigte am 21.06.1990 auf Veranlassung des Heimatbundes Niedersachsen e.V. das Objekt. Es wurde begutachtet, vermessen und kritisch auf Überlebenschancen untersucht. Die Fachleute befanden, dass die Mühlentechnik noch fast vollständig vorhanden war und ein vergleichbares Objekt - zwei Mühlen in stehendem Zeug in einem Mahlstuhl - nicht bekannt ist.

Für den Geschäftsführer der DGM, Wolfgang Kuhlmann, stand fest: "Diese Doppelmühle dokumentiert in hervorragender Weise die wirtschaftliche Entwicklung des Mühlenwesens. Außerdem ist der Mühlenstandort Laderholz in Verbindung mit dem Zwangsmahlrecht und den dadurch bedingten Schwierigkeiten für den Bau anderer Mühlen in Nachbarorten geschichtlich von erheblicher und überregionaler Bedeutung."

Für einige Laderholzer, damals noch alles Laien auf diesem Gebiet, war dies der Anstoß, sich für die Mühle einzusetzen. So entstand am 27.09.1991 die "Interessengemeinschaft zur Rettung der Laderholzer Wassermühle".

Der Umfang der Aufräum- und Restaurierungsarbeiten, der auf die Dorfbewohner zukommen würde, war damals kaum abzuschätzen. Einen kleinen Eindruck davon geben die Bilder der Arbeiten im Außenbereich und - stellvertretend für die gesamte Mühlentechnik - die Bilder der Restaurierung des Elevators.
 
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